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(Welche Standards spielen bei ERP-Systemen eine Rolle?)
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== Welche Standards spielen bei ERP-Systemen eine Rolle? ==
== Welche Standards spielen bei ERP-Systemen eine Rolle? ==
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Die ERP-Systeme der Marktführer SAP und Oracle stellen aufgrund ihrer weiten Verbreitung einen eigenen de-facto-Standard dar. Aber sobald ERP-Systeme zum Beispiel im Rahmen einer ECR- oder SCM-Initiative nach außen geöffnet werden, spielen übergreifende Standards eine entscheidende Rolle. ERP-Systeme müssen diese Standards verarbeiten können und entsprechende Schnittstellen bereitstellen.
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Die ERP-Systeme der Marktführer SAP und Oracle stellen aufgrund ihrer weiten Verbreitung einen eigenen de-facto-Standard dar. Aber sobald ERP-Systeme zum Beispiel im Rahmen einer [[ECR]]- oder [[SCM]]-Initiative nach außen geöffnet werden, spielen übergreifende Standards eine entscheidende Rolle. ERP-Systeme müssen diese Standards verarbeiten können und entsprechende Schnittstellen bereitstellen.
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'''[[Identifikationsstandards]]:'''
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'''Identifikationsstandards:''' Materialien, Produkte, Geschäftspartner, Orte, Ladungsträger u.v.m. müssen unternehmensübergreifend und global eindeutig identifiziert werden. Hierzu dienen z.B. Idente von GS1 ([[GTIN]], [[GLN]], [[SSCC]] oder [[EPC]]) aber auch branchenbezogene Idente wie die [[PZN]] für Pharmazeutika oder die [[D-U-N-S]] zur Unternehmensidentifikation. Aus Effizienzgesichtspunkten sollte die Identifizierung dieser Objekte möglichst automatisch erfolgen. Daher liegen die Idente häufig strichcodiert oder auf einem [[RFID]]-Transponder gespeichert vor. Für ein reibungsloses Auslesen, müssen auch diese Datenträger global standardisiert sein. Hier bieten sich Standards von GS1 oder ISO an.
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Materialien, Produkte, Geschäftspartner, Orte, Ladungsträger u.v.m. müssen unternehmensübergreifend identifiziert werden. Hierzu werden häufig die Identifikationsstandards von [[GS1 Germany|GS1]] eingesetzt. Dabei wird die automatische Erfassung von Objekten immer wichtiger. Dies geschieht vermehrt über Strichcodes oder [[RFID]]-Transponder, die für einen reibungslosen Ablauf ebenfalls global standardisiert sein müssen. Auch hier bieten sich die Datenträgerstandards von GS1 an.
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'''[[Transaktionsstandards]]:'''
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Klassifikations- und Katalogstandards: Gerade im E-Commerce müssen Artikel und Produkte unternehmensübergreifend und automatisiert miteinander verglichen werden können. Hierzu dienen sog. Klassifikationsstandards, die ähnliche Artikel unterschiedlicher Hersteller zu Waren oder Produktgruppen standardisiert zusammenfassen. Beispiel für Klassifikationsstandards sind eCl@ss vom eCl@ass e.V., ETIM für Elektroartikel oder GPC von GS1. Für den Austausch und die automatisierte Integration ganzer Produktkataloge bietet sich der BMEcat Standard vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) an.
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Obwohl viele ERP-Systeme auch proprietäre Standards zum Austausch von Nachrichten anbieten (bei SAP z.B. iDoc’s), müssen in Lieferketten auch Daten zwischen ERP-Systemen unterschiedlicher Hersteller ausgetauscht werden können. Hierzu bedarf es globaler einheitlicher Standards wie z.B. [[EANCOM®]] von [[GS1 Germany]], die von den Systemen unterstützt werden müssen.
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'''[[Stammdatenmanagement|Einheitliche Stammdaten]]:'''
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Datenaustauschstandards: Obwohl viele ERP-Systeme auch proprietäre Standards zum Austausch von Nachrichten anbieten (bei SAP z.B. iDoc’s), müssen in Lieferketten auch Daten zwischen ERP-Systemen unterschiedlicher Hersteller ausgetauscht werden können. Hierzu bedarf es global einheitlicher Standards wie EDIFACT bzw. dessen branchenspezifische Subsets EANCOM von GS1 Germany, Odette für die Automobilindustrie oder EDIFICE für die Elektronikindustrie.
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Gerade in unternehmensübergreifenden Prozessen spielen standardisierte Stammdaten in sehr guter Qualität eine immer wichtigere Rolle. Daher wird mehr und mehr dazu übergegangen, bestimmte Stammdaten nicht mehr in jeder Unternehmensdatenbank redundant vorzuhalten, sondern unternehmensübergreifend und normalisiert in sog. Stammdatenpools auszulagern. Auf diese stets aktuellen und richtigen Daten greifen alle Teilnehmer einer Lieferkette über Internetdienste zu. Ein Beispiel ist der Stammdatenpool [[SA2 Worldsync]] für Artikelstammdaten.
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'''[[Prozessstandards]]:'''
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Einheitliche Stammdaten: Gerade in unternehmensübergreifenden Prozessen spielen standardisierte Stammdaten in sehr guter Qualität eine immer wichtigere Rolle. Daher wird mehr und mehr dazu übergegangen, bestimmte Stammdaten nicht mehr in jeder Unternehmensdatenbank redundant vorzuhalten, sondern unternehmensübergreifend und normalisiert in sog. Stammdatenpools auszulagern. Auf diese stets aktuellen und richtigen Daten greifen alle Teilnehmer einer Lieferkette über Internetdienste zu. Beispiel für Stammdatenpools sind SA2 Worldsync oder 1Sync für Artikelstammdaten. Da es mehrere Stammdatenpools gibt, hat man mit dem Global Data Synchronisation Network (GDSN) einen zentralen Einstieg geschaffen.
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Standardisierte Prozessabläufe, wie sie z.B. durch die [[ECR]]-Initiative beschrieben sind, sollten durch die Best-Practise-Prozesse der ERP-Anbieter unterstützt werden.
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Prozessstandards: Standardisierte Prozessabläufe, wie sie z.B. durch die ECR-Initiative beschrieben sind, sollten durch die Best-Practise-Prozesse der ERP-Anbieter unterstützt werden.
== Weiterführende Informationen/Links ==
== Weiterführende Informationen/Links ==

Version vom 4. November 2011, 09:23 Uhr

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