EGovernment

Aus eBusiness-Standards

Wechseln zu: Navigation, Suche
(Inwiefern kann E-Government für mich als KMU relevant sein?)
(Stufe III Transaktion)
 
Zeile 19: Zeile 19:
Auf verschiedenen Behördenebenen hat man sich schon früh (1990-er Jahren) mit E-Government befasst. Besonders Kommunen sahen eine Chance sich neu und modern für ihre Bürger und lokalen Firmen aufzustellen – bei gleichzeitiger Verschlankung und Kostensenkung diverser Verwaltungsprozesse. Bald wurde jedoch klar, dass ein richtiger Erfolg (insbesondere die Realisierung der Stufe III in Anwendungen) und Akzeptanz seitens Bürger und Wirtschaft erst durch Abstimmung und Integration aller Behördenebenen, einhergehend mit einer entsprechenden Gesetzgebung und Standardisierung, möglich sein würde. Seither bemüht sich der Bund, Themen und Aktionen für Bund und Länder zu koordinieren.  
Auf verschiedenen Behördenebenen hat man sich schon früh (1990-er Jahren) mit E-Government befasst. Besonders Kommunen sahen eine Chance sich neu und modern für ihre Bürger und lokalen Firmen aufzustellen – bei gleichzeitiger Verschlankung und Kostensenkung diverser Verwaltungsprozesse. Bald wurde jedoch klar, dass ein richtiger Erfolg (insbesondere die Realisierung der Stufe III in Anwendungen) und Akzeptanz seitens Bürger und Wirtschaft erst durch Abstimmung und Integration aller Behördenebenen, einhergehend mit einer entsprechenden Gesetzgebung und Standardisierung, möglich sein würde. Seither bemüht sich der Bund, Themen und Aktionen für Bund und Länder zu koordinieren.  
Ressortübergreifend ist der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik (Bundeministerium des Inneren) für die E-Governmentstrategie des Bundes zuständig. Im April 2010 wurde unter Vorsitz des Bundes der IT-Planungsrat gegründet. Der Rat ist eine Initiative von Bund und Ländern und befasst sich mit den zentralen Themen der Bund-Länder-übergreifenden IT-Steuerung. In September 2010 hat der Rat eine nationale E-Governmentstrategie beschlossen [2], sowie einen Aktionsplan verabschiedet [3].
Ressortübergreifend ist der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik (Bundeministerium des Inneren) für die E-Governmentstrategie des Bundes zuständig. Im April 2010 wurde unter Vorsitz des Bundes der IT-Planungsrat gegründet. Der Rat ist eine Initiative von Bund und Ländern und befasst sich mit den zentralen Themen der Bund-Länder-übergreifenden IT-Steuerung. In September 2010 hat der Rat eine nationale E-Governmentstrategie beschlossen [2], sowie einen Aktionsplan verabschiedet [3].
 +
[[Datei:E-Government.PNG|200px|thumb|right|Zielsystem der Nationalen E-Government-Strategie, abrufbar unter: [http://www.cio.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Aktuelles/nationale_e_government_strategie_beschluss_20100924_download.pdf?__blob=publicationFile]]]
== Welche Vorteile bietet E-Government? ==
== Welche Vorteile bietet E-Government? ==
Zeile 33: Zeile 34:
== Welche Standards spielen bei E-Government eine Rolle? ==
== Welche Standards spielen bei E-Government eine Rolle? ==
Der oben schon aufgeführte IT-Planungsrat hat auch die Kompetenz, fachunabhängige und fachübergreifende IT-Interoperabilitäts- und IT-Sicherheitsstandards zu beschließen. Hierzu wurde eine Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) beim Land Bremen eingerichtet. Sie hat unter anderem die Aufgabe, Vorschläge zur Beschlussfassung durch den IT-Planungsrat für Standards im Sinne des IT-Staatsvertrages auszuarbeiten. Zentrales Standardisierungsparadigma ist das XÖV [4].
Der oben schon aufgeführte IT-Planungsrat hat auch die Kompetenz, fachunabhängige und fachübergreifende IT-Interoperabilitäts- und IT-Sicherheitsstandards zu beschließen. Hierzu wurde eine Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) beim Land Bremen eingerichtet. Sie hat unter anderem die Aufgabe, Vorschläge zur Beschlussfassung durch den IT-Planungsrat für Standards im Sinne des IT-Staatsvertrages auszuarbeiten. Zentrales Standardisierungsparadigma ist das XÖV [4].
-
„XÖV steht für XML in der öffentlichen Verwaltung. Ziel von XÖV ist es, Datenaustausch innerhalb und mit der öffentlichen Verwaltung zu standardisieren. Hierdurch wird die Interoperabilität verbessert und in der Folge werden elektronische Prozesse einheitlicher und effizienter gestaltet.„ [5]
+
„XÖV steht für XML in der öffentlichen Verwaltung. Ziel von XÖV ist es, den Datenaustausch innerhalb und mit der öffentlichen Verwaltung zu standardisieren. Hierdurch wird die Interoperabilität verbessert und in der Folge werden elektronische Prozesse einheitlicher und effizienter gestaltet.„ [5]
-
XÖV bedient sich diverser XML-Standards, wie z.B. XML-Schema für Datendefinition. Im XÖV-Handbuch, abrufbar unter [4], ist ein Vorgehen zur Entwicklung von XÖV-Standards definiert. Es wurde eigens eine XÖV-Koordination eingerichtet um die XÖV-Konformität entwickelter Standards zu prüfen und zu bestätigen.
+
XÖV bedient sich diverser XML-Standards, wie z.B. dem XML-Schema für Datendefinitionen. Im XÖV-Handbuch, abrufbar unter [4], ist ein Vorgehen zur Entwicklung von XÖV-Standards definiert. Es wurde eigens eine XÖV-Koordination eingerichtet um die XÖV-Konformität entwickelter Standards zu prüfen und zu bestätigen.
-
Zurzeit gibt es mehr als 20 Vorhaben, die an die Entwicklung von XÖV-Standards arbeiten. Verschiedene Standards finden auch bereits Anwendung, wie z.B. XMeld, XAusländer, XZuFi, XPersonenstand. Eine Übersicht über die Vorhaben findet sich in [6].
+
Zurzeit gibt es mehr als 20 Vorhaben, die an der Entwicklung von XÖV-Standards arbeiten. Verschiedene Standards finden auch bereits Anwendung, wie z.B. XMeld, XAusländer, XZuFi, XPersonenstand. Eine Übersicht über die Vorhaben findet sich in [6].
-
== Weiterführende Informationen:==
+
== Weiterführende Informationen==
*[1] J. von Lucke und H. Reinermann, „Speyerer Definition von Electronic Government“. 2000.
*[1] J. von Lucke und H. Reinermann, „Speyerer Definition von Electronic Government“. 2000.
Zeile 47: Zeile 48:
*[7] F. Bieler und G. Schwarting, e-Government: Perspektiven - Probleme - Lösungsansätze, 1. Aufl. Schmidt (Erich), Berlin, 2006.
*[7] F. Bieler und G. Schwarting, e-Government: Perspektiven - Probleme - Lösungsansätze, 1. Aufl. Schmidt (Erich), Berlin, 2006.
-
== Nützliche Links: ==
+
== Nützliche Links ==
* [http://www.neue-verwaltung.de/egovernment.html] www.neue-verwaltung.de
* [http://www.neue-verwaltung.de/egovernment.html] www.neue-verwaltung.de
* [http://www.it-planungsrat.de/] www.it-planungsrat.de
* [http://www.it-planungsrat.de/] www.it-planungsrat.de

Aktuelle Version vom 18. Juli 2011, 16:40 Uhr

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge